Stefan Österreicher
Stefan ist 1990 auf Taijiquan gestoßen und hatte damit ein absolutes Aha-Erlebnis. In dieser Bewegungskunst fand er all das Wesentliche, das ihm in westlichen Methoden einfach gefehlt hatte: das genaue Hinspüren in die Haltung, die Verbindung von Atmung und Bewegung, das Wahrnehmen und Bewegen des Körpers als Einheit und der meditative Aspekt. Er begann intensiv Taiji und Qigong zu üben, parallel dazu trainierte er Aikido und, sozusagen nebenbei, ein wenig Yoga.
Heute sagt er, dass er sich mit diesen Methoden seinen Körper zurückeroberte und große persönliche Entwicklungs- schritte vorbereitete. Bis heute interessiert ihn deshalb auch der Zusammenhang zwischen Körper und Psyche.
Später wandte er sich auch der westlichen Betrachtungsweise zu und holte sich mit einigen Lehrwartausbildungen am Universitäts-Sportinstitut solides Basiswissen zu Trainingslehre, Anatomie, etc. Außerdem hatte er als Übersetzer beruflich mit Osteopathie zu tun und entdeckte die körperorientierte Psychotherapie. Anfang 2000 schloss sich dann ein Kreis und er konnte, nach eigenen Worten, „wieder von vorne anfangen“. Er sah sich einige international bekannte Qigong-Lehrer an und übte einige Zeit auch intensiv Ashtanga Yoga. Schließich fand er dann Jumin Chen, einen echten Experten für innere Kampfkunst und Qigong, absolvierte eine dreijährige Qigong-Lehrerausbildung und wird zurzeit von ihm als Yiquan-Lehrer ausgebildet. Parallel dazu absolviert er eine psychotherapeutische Grundausbildung, arbeitet im sozialtherapeutischen Bereich mit Jugendlichen und unterrichtet Körperarbeit an der Schauspielschule Sachers in Innsbruck.